Berücksichtigen Sie bei der Strategieentwicklung folgende Bereiche der sozialen Nachhaltigkeit:

Diagram showing three areas of social sustainability: (1) Safety and Security, (2) Learning and Growth, (3) Community Development

Blocker und Kollegen’ (2025) Arbeit zu zweckorientierten Geschäftsmodellen zeigt, dass Unternehmen ihre täglichen Aktivitäten mit einem klaren sozialen Zweck — nicht nur mit Gewinn — in Einklang bringen können, indem sie definieren, warum sie existieren, wer sie sind und wie sie Wert für alle Stakeholder schaffen — eine Perspektive, die auf “Zwecklogik, Zweckidentität und Zweckstrategie” aufbaut.

Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet dies, soziale Nachhaltigkeit direkt in ihren Kernzweck einzubetten, beispielsweise durch das Bekenntnis zu fairen Chancen, sicheren Arbeitsbedingungen oder der Bedienung vielfältiger Kundengruppen, und diesen Zweck dann kleine, praktische Entscheidungen leiten zu lassen (z. B. inklusive Kommunikation, gerechte Aufgabenverteilung, gemeinschaftsbewusste Dienstleistungen).

Porter und Kramers’ (2018) Konzept des geteilten Werts argumentiert, dass Unternehmen wettbewerbsfähiger werden, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlichen und sozialen Wert schaffen, anstatt diese als getrennte Ziele zu behandeln.

Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet die Strategieentwicklung mit geteiltem Wert, zu erkennen, wie soziale Nachhaltigkeit das Unternehmen stärkt — etwa durch die Erschließung neuer Kundensegmente, die Verbesserung der Problemlösung durch diverse Teams oder die Steigerung der Produktivität durch die Unterstützung der Bedürfnisse der Mitarbeitenden — sodass DEI zu einer Quelle von Innovation wird und nicht nur zu einer Compliance‐Aktivität.

Unternehmen können zweckorientiertes Denken nutzen, um soziale Nachhaltigkeit zu einem Teil von “wer wir sind” zu machen, und Denken im Sinne des geteilten Werts, um soziale Nachhaltigkeit zu einem Teil von “wie wir wachsen” zu machen. Diese Ansätze helfen kleineren Unternehmen, soziale Nachhaltigkeit als praktische Strategie für stärkere Beziehungen, bessere Leistung und langfristige Nachhaltigkeit zu behandeln — und nicht nur als Zusatz oder Verpflichtung.

  • Strategieentwicklung des Unternehmens (Schlüsselwörter: Strategieentwicklung, strategische Geschäftsentwicklung, Geschäftsmodellentwicklung, Wachstum, Expansion)

Beispiel: Das Unternehmen kann soziale Nachhaltigkeit in seine Vision oder strategischen Ziele integrieren, indem es sich beispielsweise dazu verpflichtet, durch die Bedienung vielfältiger Kundengruppen in neue Märkte zu expandieren und faire, sichere und inklusive Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten zu gewährleisten. Das Unternehmen kann auch strategisch handeln und dabei ein zweckorientiertes strategisches Denken widerspiegeln, bei dem gesellschaftlicher Wert und Geschäftswert sich gegenseitig verstärken. Bei der Wachstumsplanung kann das Unternehmen beschließen, neue Dienstleistungen zu entwickeln, die für Kunden mit Behinderungen zugänglich sind, oder mit Gemeinschaftsgruppen wie Migranten zusammenzuarbeiten und so Expansion mit sozialer Wirkung zu verbinden.

  • Strategieumsetzung des Unternehmens (Schlüsselwörter: Strategiekommunikation, strategische Praktiken am Arbeitsplatz, Leistungskennzahlen, Betriebsmanagement)

Beispiel: Wenn Führungskräfte soziale Nachhaltigkeit bei der Strategieumsetzung berücksichtigen, kommunizieren sie beispielsweise die Strategie in einfacher Sprache unter Nutzung vielfältiger Kommunikationsmittel (geeignet für sprachlich oder neurodivergente Mitarbeitende) und verknüpfen sie mit dem Arbeitsalltag. Darüber hinaus können Führungskräfte erwägen, relevante, arbeitsbezogene Leistungskennzahlen mit Fokus auf soziale Nachhaltigkeit einzubeziehen (z. B. faire Arbeitsverteilung oder inklusive Besprechungsroutinen). Dies stärkt die Glaubwürdigkeit und verringert die häufige Bewusstseinslücke bei sozialer Nachhaltigkeit.

  • Personalmanagement des Unternehmens (Schlüsselwörter: Rekrutierung, Beförderung, Leistungsbeurteilungen, Teamarbeit, Führung, Hinweisgeberwesen, Integration, Kompetenzentwicklung, Wissensaustausch)

Beispiel: Das Unternehmen kann überlegen, wie vielfältige Perspektiven, Fähigkeiten, Kompetenzen, Profile und Denkweisen das Wachstum des Unternehmens unterstützen können. Beispielsweise können Unternehmen bei der Planung einer Expansion in ein bestimmtes Land eine internationale Fachkraft aus diesem Land einstellen. Auch ohne Personalabteilung kann das Unternehmen faire und transparente Personalpraktiken einführen, wie inklusive Stellenausschreibungen, Buddy-basiertes Onboarding, klare Meldewege und gleichberechtigten Zugang zu Weiterbildung — und damit Bereiche adressieren, in denen kleinere Unternehmen oft Inkonsistenzen aufweisen. Bei Beförderungen verwenden Führungskräfte eine einfache kompetenzbasierte Checkliste anstelle informeller Beurteilungen, um Chancengleichheit für unterrepräsentierte Mitarbeitende sicherzustellen. Weitere Details zu Best Practices im Personalmanagement finden Sie hier (Best Practices für das Personalmanagement).

  • Produkt- oder Dienstleistungsentwicklung des Unternehmens (Schlüsselwörter: Barrierefreiheit von Produkt oder Dienstleistung, Kundenbeziehungen, Kundenbedürfnisse)

Beispiel: Das Unternehmen kann soziale Nachhaltigkeit in sein Angebot integrieren, indem es Produkte/Dienstleistungen gestaltet, die zugänglich sind und die Bedürfnisse vielfältiger Kunden respektieren. Dies unterstützt die Schaffung von Shared Value: Es nützt der Gesellschaft und stärkt gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Beispielsweise gestaltet ein Unternehmen seine Serviceanweisungen in klareren, mehrsprachigen Formaten um, um Migrantenkunden besser zu bedienen und Missverständnisse zu reduzieren. Oder das Unternehmen fügt visuelle Anleitungen, größere Schriften oder einfache Symbole hinzu, damit ältere Menschen oder Personen mit unterschiedlichem Lese- und Sprachniveau verstehen können, wie das Produkt verwendet wird. Neben schriftlichen Anleitungen kann das Unternehmen ein Video-Tutorial entwickeln, um neurodivergente Kunden besser zu bedienen. Wenn Kunden den Arbeitsplatz des Unternehmens besuchen, kann das Unternehmen zur Inklusion von Kunden mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten Eingänge wo möglich stufenfrei gestalten, barrierefreie Sanitäranlagen sicherstellen und Sitzgelegenheiten in Wartebereichen bereitstellen.

  • Rechtliche Compliance und Einhaltung regulatorischer Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeitsstandards

Beispiel: Das Unternehmen sollte sich über grundlegende Pflichten der sozialen Nachhaltigkeit und rechtliche Verantwortlichkeiten im Klaren sein. Das Unternehmen kann jährlich lokale Arbeits- und Antidiskriminierungsgesetze überprüfen, ein barrierefreies Arbeitsumfeld für alle Körpertypen und religiösen Bedürfnisse sicherstellen und Meldeverfahren den Beschäftigten klar kommunizieren. Erfahren Sie mehr über rechtliche Compliance und soziale Nachhaltigkeit — hier (Beispiele für Compliance und Governance).


Unternehmensbeispiele zu sozialer Nachhaltigkeit und strategischem Management:

Weitere empfehlenswerte Videos und Einblicke:

Die Materialien auf dieser Seite werden laufend aktualisiert. Sie sind herzlich eingeladen, regelmäßig vorbeizuschauen, um neue Best Practices zu entdecken.

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